Universität Paderborn, C.I.K. – Kontextsensitive Informationsfusion

Datenquellen

Für die Nutzung von heterogenen Daten im System sind die Aspekte der Vertraulichkeit, der Verlässlichkeit und der Qualität der Daten im Vorfeld zu prüfen. Um Daten aggregieren zu können, bedarf es einer maschinenlesbaren Beschreibungssprache. Die einerseits eine verlustfreie bzw. verlustarme Transformation garantiert und andererseits die Semantik im Kontext der Gefahrenabwehr sichert.

Informationsobjekte

Aus den Datenquellen werden Informations-objekte (IO) extrahiert, die in den Kontext der aktuellen Lage gestellt werden. In jedem Zyklus wird dabei geprüft, welchen wechselseitigen Einfluss ein Informationsobjekt auf die anderen Objekte hat. Sind Objekte ähnlich – werden sie zu einem Cluster zusammengefasst und in das Lagebild integriert. Wiedersprechen sich Objekte – wird ihnen ein Flag zugewiesen und das Cluster an Experten weitergeleitet. Sind Objekte unabhängig voneinander – so werden diese in das Lagebild entsprechend integriert.

Indikatoren

Mit den Informationsobjekten werden über eine Bewertungsmethode die Indikatoren für die gefühlte Sicherheit (siehe Uniklinik Ulm) quantitativ ausgeprägt. Dies stellt ein angenähertes Abbild der gefühlten Sicherheit in der Bevölkerung dar, welches nach jetzigem Stand über ein Säulendiagramm der einzelnen Sicherheitsindikatoren visualisiert wird.

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Dynamische Priorisierung der Prozesse

Mit den ausgeprägten Sicherheitsindikatoren werden die kommunalen Aufgaben priorisiert, um die gefühlte Sicherheit in der Bevölkerung stabil zu halten. Dies wird durch die Kopplung der Sicherheitsindikatoren mit den Wirkungszielen möglich, die aus den kommunalen Aufgaben abgeleitet werden oder über diese definiert sind.
Erledigten Aufgaben bzw. angeordnete priorisierte Aufgaben, werden in das Lagebild zurückgeführt. Bei dessen Umsetzung werden die zugehörigen Informationsobjekte im Lagebild umgefärbt. Dadurch wird der Algorithmus zur Prüfung der Objekte erneut durchlaufen. Umgefärbte Objekte beeinflussen bestehende oder neue Informationsobjekte. Dieses Verfahren wird teilweise automatisiert durchgeführt – das Hinzuziehen von Experten spielt dabei eine entscheidende Rolle. Dessen Bewertung und Auswirkungen auf andere IO werden im Lagebild abgebildet.

Expertenrunde

Experten dient die Visualisierung der Sicherheitslage der Bevölkerung als Werkzeug zur Ableitung von Maßnahmen zur Krisenbewältigung mit dem Fokus der Bevölkerungssicherheit. Das Level der gefühlten Sicherheitslage kann dabei für die jeweiligen Säulen unabhängig gewertet werden. Kommunale Unterscheidungen fließen dabei in die Auswertung mit ein. Experten können Säulen im Einsatz zusätzlich gewichten.

Kontakt

Prof. Dr.-Ing. Rainer Koch
— Projektkoordinator —

Telefon +49 (0)5251 60 2257
Telefax +49 (0)5251 60 3206
r.koch@cik.uni-paderborn.de

Armand Schulz
— Projektleiter —

Telefon +49 (0)5251 60 2232
Telefax +49 (0)5251 60 3206
a.schulz@cik.uni-paderborn.de

Anna Maria Japs
— Wiss. Mitarbeiterin —

Telefon +49 (0)5251 60 2253
Telefax +49 (0)5251 60 3206
japs@cik.uni-paderborn.de

C.I.K. Website (www-cik.uni-paderborn.de)


Adresse

Universität Paderborn
Fakultät Maschinenbau
Computeranwendung in Konstruktion und Planung (C.I.K.)
Pohlweg 47-49
D-33098 Paderborn