Stadt Gelsenkirchen, Feuerwehr

Stadt Gelsenkirchen, Feuerwehr

Die Stadt Gelsenkirchen umfasst eine Fläche von 100 km² und bildet mit seinen rund 250.000 Einwohnern eine Großstadtmetropole im Herzen des Ruhrgebiets. Eingebettet in die Verwaltungsstruktur der Kommune ist die Feuerwehr, das Referat für Feuerschutz, Rettungsdienst und Katastrophenschutz, Teil der öffentlichen Gefahrenabwehr. Diese bietet als operativ-taktische Komponente des gesamtstädtischen Krisenmanagements den Einwohnern Gelsenkirchens in der Gefahrenabwehr und im Rettungsdienst flächendeckend und leistungsfähig Schutz und Sicherheit. Hierfür sind an zehn über das Stadtgebiet verteilten Standorten rund 300 hauptamtliche Kräfte sowie ca. 230 freiwillige Kräfte im Einsatz, wobei jährlich über 32.000 Hilfeersuche aus dem Bereich Rettungsdienst und Feuerschutz bedient werden. Für eine optimierte Einsatzabwicklung ist die Einarbeitung neuer Konzepte unverzichtbar. Im Besonderen wurden hierfür bei der Sicherstellung des Brandschutzes und des Rettungsdienstes im Stadtgebiet Gelsenkirchen, sowie bei der Standortanalyse für die Feuer- und Rettungswachen im Stadtgebiet, geographische Besonderheiten Gelsenkirchens berücksichtigt.
Hierbei führt erst das verzahnte Zusammenwirken aller beteiligten Akteure des administrativen sowie operativen Bereiches zum Gesamtziel einer erfolgreich betriebenen Feuerwehr.

Rolle im Projekt

Die Feuerwehr Gelsenkirchen ist eine von sieben Feuerwehren in Deutschland, die sich durch das Mitwirken an BMBF – geförderten Forschungsprojekten nicht nur an der Verbesserung der Sicherheitsstruktur der öffentlichen Gefahrenabwehr beteiligt, sondern diese aktiv mitgestaltet. Schon aus dem vom BMBF geförderten Forschungsprojekt SPIDER bringt die Feuerwehr Gelsenkirchen Erfahrungen in den Bereichen endanwendungsorientierter Technologie- und Organisationsforschung sowie taktische und strategische Forschungsaspekte der Einsatzführung in Großschadenslagen ein. Die Erfahrungen der Feuerwehr Gelsenkirchen aus ihrer originären Aufgabe heraus sind vorwiegend aus taktisch-operativen Themengebieten. Durch die enge Verknüpfung mit der administrativ-organisatorischen Komponente werden aber auch Maßnahmen für die Bewältigung von Schadenslagen und Einsatzsituationen sowie der städtischen Krisenmanagementplanung eingebracht, welche im Projekt INTERKOM einen wertvollen Beitrag für die Forschungsarbeiten sein werden.
Im Rahmen des Verbundvorhabens INTERKOM erforscht die Stadt Gelsenkirchen die Möglichkeiten zur Stärkung der Resilienz von Ballungsgebieten gegenüber einem großflächigen, längerfristigen Stromausfall. Hierbei sind neben den taktisch-operativen Führungsprozessen, die im Kern bei den Gefahrenabwehrbehörden angesiedelt sind, auch breit gefächerte administrativ-organisatorische Aufgabestellungen zu berücksichtigen, die je nach Situation mehr oder weniger komplex sind. Im Fall des Szenarios Stromausfall werden nahezu alle Administrationsbereiche einer Kommune angesprochen, die entsprechend ihrer Potenziale oder Bedürfnisse zur Aufrechterhaltung der Daseinsvorsorge beitragen müssen. Hierbei spielt auch die besondere Lage und Situation des Ruhrgebiets eine maßgebliche Rolle. Die Folgen des Bergbaus sowie dessen Ewigkeitslasten sind bei solchen Szenarien fokussiert zu berücksichtigen.
Neben der Darstellung und Interaktion der vorgenannten Bereiche spielt die gegenseitige Kommunikation in einer solchen Schadenslage eine bestimmende Rolle, erfolgt doch auf Basis der zu treffenden Maßnahmen auch die Warnung bzw. Information der Bevölkerung. Nur mit einem abgestimmten Handlungsrahmen wird es bei einer gebietskörperschafts-übergreifenden Lage möglich sein adäquat zu reagieren.

Kontakt

Projektleiter

OBR Ansgar Stening M. Sc.
Referat für Feuerschutz, Rettungsdienst
und Katastrophenschutz
37/ 5 – Einsatzplanung und -lenkung,
Bevölkerungsschutz, Forschung
Seestraße 3 – ZFRW
45894 Gelsenkirchen
Tel.: 0209 / 1704 – 250
Fax: 0209 / 1704 – 285
E-Mail: ansgar.stening@gelsenkirchen.de
Internet: www.gelsenkirchen.de

Wissenschaftlicher Mitarbeiter

Pascal Schmitz M. Sc.
Referat für Feuerschutz, Rettungsdienst
und Katastrophenschutz
37/ 5 – Einsatzplanung und -lenkung,
Bevölkerungsschutz, Forschung
Seestraße 3 – ZFRW
45894 Gelsenkirchen
Tel.: 0209 / 1704 – 254
Fax: 0209 / 1704 – 285
E-Mail: pascal.schmitz@gelsenkirchen.de
Internet: www.gelsenkirchen.de