Stadt Dortmund, Institut für Feuerwehr- und Rettungstechnologie (IFR)

Stadt Dortmund, Institut für Feuerwehr- und Rettungstechnologie (IFR)

Die Stadt Dortmund zählt mit ihren knapp 597.000 Einwohnern und einer Gebiets-fläche von rund 280,7 km² nicht nur zur bevölkerungsreichsten Stadt im Ruhrgebiet; sondern auch zu den acht größten Städten in Deutschland.
Mit einem Aufkommen von über 100.000 Feuerwehr- und Rettungseinsätzen jähr-lich wird die öffentliche Gefahrenabwehr vor große Herausforderungen gestellt, er-möglichst ihr aber auch, durch die erreichte Größe und Akzeptanz, neue Wege in-nerhalb der bestehenden kommunalen Struktur zu gehen. Bereits seit 2001 beteiligt sich die Feuerwehr Dortmund an Forschungsprojekten. Als Folge wurde im Jahr 2006 das Institut für Feuerwehr- und Rettungstechnologie (IFR) der Feuerwehr Dortmund als Forschungseinrichtung der Stadt Dortmund gegründet. Ein Leitmotiv des IFR ist die „Forschung für die Einsatzpraxis“, um so die kontinuierliche Suche nach besserem Schutz und mehr Sicherheit für die Bevölkerung und die Einsatz-kräfte zu gewährleisten.
In Forschungsvorhaben der Europäischen Union und des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) übernimmt das IFR die Rolle des praxisorientierten Endanwenders und bindet Einsatzdienstbeamte der Feuerwehr Dortmund aktiv ein. Die Definition der Anforderungen an die zukünftigen Ergebnisse, direkt aus der täg-lichen Erfahrung und dem bestehenden Bedarf heraus, und die Möglichkeiten zur Erprobung und Validierung der Forschungsergebnisse zusammen mit den Einsatz-kräften, stellen den besonderen Wert der Arbeit des Instituts dar. Unter diesem Ge-sichtspunkt wurden seit Bestehen des Instituts mehr als 20 Projekte erfolgreich zum Abschluss gebracht. Aktuell wird an 10 laufenden Projekten geforscht.

Rolle im Projekt

Das Institut für Feuerwehr- und Rettungstechnologie (IFR) der Stadt Dortmund hat weitreichende Erfahrungen als Koordinator und Verbundpartner von nationalen und internationalen Forschungsprojekten auf dem Gebiet der Sicherheitsforschung sowie der Feuerwehr- und Rettungstechnologie. Hierdurch bringt das IFR eine um-fassende wissenschaftliche Expertise und in der Rolle als Endanwender prakti-sches Wissen über die Feuerwehr oder andere städtischen Fachbereiche in das Projekt Interkom ein. Aus kommunaler Sicht können so essentielle Anforderungen an ein praktikables Krisenmanagement festgelegt werden, in dem durch Beiträge zum szenariogerechten Informationsmanagement der Bevölkerung, der Einbrin-gung von Social Media Komponenten mit Erreichung unterschiedlicher Bevölke-rungsgruppen oder auch Schnittstellen innerhalb des bestehenden Krisenmana-gements eine praxisnahe Forschungsarbeit garantiert werden kann. Auch in den Bereichen der Szenarioanalyse, der Notfallplanung, der Veranstaltungsplanung sowie des CBRN Schutzes können wesentliche Wissensressourcen abgerufen und zur aktiven Bearbeitung des Forschungsvorhabens eingebracht werden. Schwer-punktmäßige Forschungserfahrungen aus den BMBF-Projekten GenoPlan, EVA und LAGE stellen Eckpfeiler des städtischen Teilvorhabens dar, wobei dies Erfah-rungen bei der Erforschung von Notfallkonzepten und –plänen im Pandemiefall, die Priorisierung städtischer Aufgaben, der Aufbau von Leitfäden für das Krisenma-nagement, die Planung und Entscheidungsunterstützung von Großveranstaltungen, die vernetzte Einsatzführung sowie die semantische und technische Interoperabili-tät von Einsatzkräften sind. Ergänzend hierzu bringt das IFR vielfältiges Wissens aus der weiterführenden städtischen Notfallplanung (z. B. WM, Love Parade), der Ausbildung von Krisenstäben und Krisenstabsübungen und realen Einsätzen in das Projekt ein.

Kontakt

Projektleiter

Branddirektor Dr.-Ing. Hauke Speth
Telefon +49 (0)231 845 6005
Telefax +49 (0)231 845 5281
hspeth@stadtdo.de

Website: www.ifr.dortmund.de

Adresse
Feuerwehr Dortmund
Institut für Feuerwehr- und Rettungstechnologie (IFR)
Max-von-der-Grün-Platz 5
44137 Dortmund

Ltd. Ingenieurin

Dr.-Ing. Sylvia Pratzler-Wanczura
Telefon +49 (0)231 50 29495
Telefax +49 (0)231 845 5281
swanczura@stadtdo.de